Glücksspielwerbung in Deutschland: Was ist erlaubt?

Glücksspielwerbung in Deutschland: Was ist erlaubt?

Wer in Deutschland für Glücksspiele wirbt, bewegt sich auf einem schmalen Grat. Der Glücksspielstaatsvertrag regelt seit 2021 detailliert, welche Botschaften erlaubt sind und welche nicht. Verstöße können empfindliche Bußgelder nach sich ziehen – bis zu 500.000 Euro sind möglich. Für Anbieter, Affiliates und Medienhäuser lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Vorschriften. Weitere Informationen finden Sie unter online casino wero.

Grundsätzlich gilt ein Werbeverbot für unerlaubtes Glücksspiel. Wer für einen nicht lizenzierten Anbieter wirbt, macht sich strafbar. Erlaubte Angebote dürfen dagegen beworben werden, allerdings nur unter strengen Auflagen. Diese Regeln sollen vor allem Jugendliche und gefährdete Personengruppen schützen.

Die zentralen Werbeverbote im Überblick

Der § 5 der Glücksspielverordnung legt fest, wann Werbung unzulässig ist. Besonders wichtig: Werbung darf sich nicht an Minderjährige oder vergleichbar gefährdete Personen richten. Auch darf sie nicht den Eindruck erwecken, Glücksspiel sei ein Weg aus finanziellen Problemen.

Konkret verboten sind:

  • Werbung mit Aussagen, die Glücksspiel als Einkommensquelle darstellen
  • Werbung, die zur Teilnahme verleitet oder drängt
  • Werbung mit prominenten Sportlern oder Influencern, die Minderjährige anspricht
  • Werbung in Medien, die sich überwiegend an Minderjährige richten
  • Werbung mit irreführenden Angaben zu Gewinnchancen

Ein Verstoß gegen diese Regeln kann nicht nur für den werbenden Anbieter, sondern auch für den Betreiber der Werbeplattform Konsequenzen haben. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder überwacht die Einhaltung seit 2023 mit verschärften Kontrollen.

Was erlaubte Werbung auszeichnet

Erlaubte Werbung muss klar erkennbar sein. Das bedeutet: Sie muss als Werbung gekennzeichnet werden, und sie darf nicht in redaktionellen Inhalten versteckt werden. Zudem müssen alle Angaben zu Gewinnchancen und Risiken korrekt und vollständig sein.

Ein zentrales Element ist der Hinweis auf die Suchtgefahr. Jede Werbung für erlaubtes Glücksspiel muss einen deutlich sichtbaren Warnhinweis enthalten – etwa „Glücksspiel kann süchtig machen“ oder einen Verweis auf die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Fehlt dieser Hinweis, ist die Werbung unzulässig.

Darüber hinaus dürfen Boni und Freispiele beworben werden, solange sie nicht als „risikofrei“ oder „garantierter Gewinn“ dargestellt werden. Die Formulierung „risikofrei“ ist irreführend, weil bei jedem Einsatz ein Verlustrisiko besteht. Anbieter, die mit solchen Aussagen arbeiten, riskieren ein Bußgeld.

Ein weiterer Punkt: Werbung für Sportwetten ist während laufender Live-Übertragungen von Sportveranstaltungen nur eingeschränkt erlaubt. Vor und nach dem Spiel gelten lockerere Regeln, während des Spiels sind Werbespots für Sportwetten untersagt.

Besonderheiten bei Online-Werbung und Affiliates

Online-Werbung unterliegt denselben Regeln wie klassische Werbung. Das gilt auch für Affiliate-Marketing. Wer als Affiliate für einen nicht lizenzierten Anbieter wirbt, macht sich strafbar – auch wenn er selbst keine Glücksspiele anbietet. Die Behörden haben in den vergangenen Jahren verstärkt gegen Affiliate-Netzwerke ermittelt.

Für Anbieter mit deutscher Lizenz gilt: Sie dürfen nur auf ihren eigenen, klar gekennzeichneten Kanälen werben. Werbung in sozialen Netzwerken ist erlaubt, sofern sie nicht gezielt Minderjährige anspricht. Die Altersverifikation muss dabei sichergestellt sein.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie ernst das Thema ist: Seit 2021 wurden in Deutschland über 200 Bußgeldverfahren wegen unerlaubter Glücksspielwerbung eingeleitet. Die durchschnittliche Geldbuße liegt bei rund 50.000 Euro. Für kleine Affiliates kann das existenzbedrohend sein.

Wer sich an die Regeln hält, kann Glücksspielwerbung in Deutschland legal betreiben. Entscheidend sind Transparenz, korrekte Angaben und der Schutz gefährdeter Gruppen. Wer diese Punkte beachtet, muss keine Angst vor der Behörde haben.

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